Raumklima / Schimmelrisiko-Rechner
Gib die Messwerte ein. Der Rechner verwendet die Magnus-Formel zur Berechnung des Sättigungsdampfdrucks und invertiert diese zur Bestimmung der TF-Werte.
Das Raumklima eines Gebäudes ist weit mehr als eine Kombination aus Temperatur und relativer Luftfeuchte. Es bildet das funktionale Umfeld, in dem Baustoffe, Oberflächen, Nutzerverhalten und energetische Maßnahmen miteinander interagieren. Für die Baupraxis, die Sanierungsplanung und die gutachterliche Bewertung ist jedoch ein Bereich von besonderer Bedeutung: das Mikroklima direkt an der Bauteiloberfläche. Genau dort entscheidet sich, ob ein Bauteil langfristig schadensfrei bleibt oder ob es zu Feuchteanreicherung, Kondensation, Schimmelbildung oder mikroklimatischer Instabilität kommt.
Während das allgemeine Raumklima den übergeordneten Rahmen vorgibt, ist das Mikroklima die entscheidende Schnittstelle zwischen Raumluft und Materialoberfläche. Schon geringe Abweichungen – wenige Zehntelgrad Temperaturdifferenz oder leichte Verschiebungen der relativen Feuchte – können darüber bestimmen, ob ein Bauteil im sicheren Bereich bleibt oder in einen kritischen Zustand übergeht. Besonders nach Sanierungsmaßnahmen, energetischen Verbesserungen oder Veränderungen der Luftdichtheit verschieben sich diese mikroklimatischen Gleichgewichte oft deutlich.
Die Bewertung dieser Prozesse erfordert präzise Messungen, belastbare Berechnungen und ein tiefes Verständnis der bauphysikalischen Zusammenhänge. Werkzeuge wie die TF‑Werte (z. B. TF70–TF100) ermöglichen eine quantifizierbare Einschätzung des Risikos für Schimmelbildung, Feuchteakkumulation oder Kondensatbildung an kritischen Oberflächenpunkten. Sie bilden damit eine unverzichtbare Grundlage für Planung, Ausführung und Qualitätssicherung.

